Archive | Dezember, 2011

San Remos zweite Chance: „La Dolce Vita“ reloaded!

28 Dez

San Remo – das hört sich ziemlich nach „damals“ an. Nach Hollywood-Schaukeln, Capri-Sonne aus der Tüte, Spaghetti-Eisbechern und Übertragungen von waghalsigen Radrennen (Mailand-San Remo) in der schon damals angestaubten ZDF-Sportreportage am Sonntagnachmittag…

San Remo heute hat (wieder) chic und dort an der italienischen Riviera lässt es sich (noch immer) prima leben – mit dem nötigen Kleingeld wohlgemerkt. Aber es gibt sie auch hier noch, die kleinen Gasthäuser, die für überschaubare Preise ambitionierte, regionale Küche bieten. Und dazu einen frisch-fruchtigen Hauswein.

Das Ristorante „Nuovo Piccolo Mondo“ liegt in einer kleinen Seitenstraße der Altstadt und bezeichnet sich selbst als „Antica Trattoria“. An kleinen Gesten wird hier nicht gespart. Zum Brot reichen die Damen und Herren des Hauses edles Olivenöl (Foto oben). Ebenso eine Sünde wert: Geschmortes Kaninchen  mit Oliven und Pinienkernen (Foto unten).

„Nuovo Piccolo Mondo“
Via Piave 7,
18038 Sanremo (Italien)
Tel. 0184.509012 / Mobil: 335.6662111

„Vinerie“ mit Herz, in der sich Flaschen gerne köpfen lassen!

24 Dez

Es ist wie so oft im Leben: Es gibt Weinbars – und es gibt Weinbars. Bei den einen ist die Nase der Gäste ziemlich weit oben und sind die Gläser ein wenig knapp eingeschänkt aus Flaschen mit Etiketten, die man aus Hochglanz-Magazinen kennt. Und dann gibt es die anderen Bars: Der Chef ist hier sein ärgster Kritiker und was es bei ihm bis ins Glas geschafft hat, darf das getrost als Auszeichnung verstehen.

Die „Vinerie Pirona“ hat sich letzteres Prädikat verdient. Der wirklich arg strapazierte Spruch ist hier ein echtes Versprechen: Du kommst als Gast und gehst als Freund. Und  meist später als du am Anfang gedacht hattest…

Vinerie Pirona
Via dell‘ Annunziata 6c
34100 Triest  (Italien)

Große Schlemmereien – über Vickys wachen Dackelaugen

19 Dez

Auf der Rückseite der Visitenkarte ist die akribische Zeichnung einer Mini-Landkarte. Oben Florenz, unten Siena und in der Mitte rechts Lecci. Stimmt zwar, aber der Weg ins Ristorante Malborghetto ist so einfach nicht. Er istverbunden mit einer langen, kurvenreichen Anreise an einen der einsamsten (Höhen-)Ärmel der Toskana.

Dafür wird der Gast belohnt  – erst einmal mit der Gunst von Vicky, der schelmischen Dackeldame des Hausherrn. Motto: Da muss doch einfach etwas vom Teller fallen…

Und natürlich auch belohnt mit dem Essen:  Der Vorspeisenteller ist großes Kino, ebenso wie das Wildschwein-Gulasch und das gegrillte Lamm. Dazu ein größeres Schlückchen vom weißen Hauswein – und die Welt kann kommen…

Ristorante Malborghetto
Lecce in Chianti – Gaiole (SI)
Dienstags geschlossen

www.malborghetto.net