Archiv | März, 2012

Kleine Wahrheiten über eine großartige Indien-Tour

11 Mrz

Was für eine geniale Veggie-World…

Auch wenn ich jetzt ein gängiges Klischee bediene: Vegetarisches Essen in Deutschland hat immer etwas von Ersatz. Ganz anders in Indien. Um ehrlich zu sein, waren es die vegetarischen Gerichte, die uns kulinarisch so richtig vom Hocker hauten. Zum Beispiel ein pikantes Kichererbsen-Curry, Aloo Gobi (Curry mit Kartoffeln und Blumenkohl) und die vielen Variationen eines Linsencurrys. Wo schmeckt es ganz besonders gut? Im Lotus-Café in Udaipur (Radjasthan).

Hast Du Scheiße am Fuß, hast Du Scheiße am Fuß…

Ein entspannter Vormittag zu Fuß mitten in Delhi. Ein Mann kommt, zeigt auf meinen linken Schuh – „Taubenscheiße!“. Einer der vielen Schuhputzer eilt herbei, macht alles sauber. Dafür will er umgerechnet 22 Euro. Huch! Der Taubenscheiß-auf-meinem-Fuß-Entdecker: „Viel zu viel. Aber umgerechnet zehn Euro musst Du ihm für diesen Scheißjob schon geben.“ Okay. Später stellte sich heraus: Die beiden waren ein Team! Der erste hatte mir die „Scheiße“ heimlich auf den Schuh gespritzt – es war nur eine Art Gewürzmischung. Wow, echte Profis! Wo hat man das heute noch…

Business first: Enthaltsamkeit kann auch mal warten…

Pushkar in Radjasthan, ein munteres Fleckchen Erde mit viel Touristen, gern genommenes Hauptquartier für allerlei „Hippies light“ und spirituellen Räucherstäbchen-Kriegern. Die Stadt ist eine der wenigen heiligen Orte in Indien, auch Pilger kommen zahlreich, um rituell im Lake Pushkar zu baden. Deshalb gilt hier offiziell: Kein Non-Veggie-Food und kein Alkohol. Solche strikten Regeln sind aber nicht zuträglich fürs Kneipengeschäft. Und so macht – wie so oft – die Not erfinderisch. In einigen Cafés wird das Bier deshalb auf etwas kuriose Weise serviert. Heimlich in kugelbäuchigen Teekannen…

Das Kopierimperium schlägt zurück…

Zur Zeit jammern sie ja wieder in schöner Regelmäßigkeit: Die Verlage fordern ein „Leistungsschutzrecht“ für ihre Produkte und Leistungen, damit sie zukünftig nicht von Wasser und Brot leben müssen. Ein Blick auf die Ständer in Indiens Fußgängerzonen dürfte sie dem geschäftlichen Selbstmord ein gutes Stück näher bringen: Copy is King! Hier liegen die aktuellen Bestseller in „Ist-schon-ganz-okay“-Kopierqualität zum Dumpingpreis. So kostet die aktuelle Biographie von Steve Jobs (Autor: Walter Isaacson) beispielsweise umgerechnet keine zwei Euro. Würde man als anständiger Bürger natürlich nie kaufen, auf keinen Fall …

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