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Kleine Wahrheiten über eine großartige Indien-Tour

11 Mrz

Was für eine geniale Veggie-World…

Auch wenn ich jetzt ein gängiges Klischee bediene: Vegetarisches Essen in Deutschland hat immer etwas von Ersatz. Ganz anders in Indien. Um ehrlich zu sein, waren es die vegetarischen Gerichte, die uns kulinarisch so richtig vom Hocker hauten. Zum Beispiel ein pikantes Kichererbsen-Curry, Aloo Gobi (Curry mit Kartoffeln und Blumenkohl) und die vielen Variationen eines Linsencurrys. Wo schmeckt es ganz besonders gut? Im Lotus-Café in Udaipur (Radjasthan).

Hast Du Scheiße am Fuß, hast Du Scheiße am Fuß…

Ein entspannter Vormittag zu Fuß mitten in Delhi. Ein Mann kommt, zeigt auf meinen linken Schuh – „Taubenscheiße!“. Einer der vielen Schuhputzer eilt herbei, macht alles sauber. Dafür will er umgerechnet 22 Euro. Huch! Der Taubenscheiß-auf-meinem-Fuß-Entdecker: „Viel zu viel. Aber umgerechnet zehn Euro musst Du ihm für diesen Scheißjob schon geben.“ Okay. Später stellte sich heraus: Die beiden waren ein Team! Der erste hatte mir die „Scheiße“ heimlich auf den Schuh gespritzt – es war nur eine Art Gewürzmischung. Wow, echte Profis! Wo hat man das heute noch…

Business first: Enthaltsamkeit kann auch mal warten…

Pushkar in Radjasthan, ein munteres Fleckchen Erde mit viel Touristen, gern genommenes Hauptquartier für allerlei „Hippies light“ und spirituellen Räucherstäbchen-Kriegern. Die Stadt ist eine der wenigen heiligen Orte in Indien, auch Pilger kommen zahlreich, um rituell im Lake Pushkar zu baden. Deshalb gilt hier offiziell: Kein Non-Veggie-Food und kein Alkohol. Solche strikten Regeln sind aber nicht zuträglich fürs Kneipengeschäft. Und so macht – wie so oft – die Not erfinderisch. In einigen Cafés wird das Bier deshalb auf etwas kuriose Weise serviert. Heimlich in kugelbäuchigen Teekannen…

Das Kopierimperium schlägt zurück…

Zur Zeit jammern sie ja wieder in schöner Regelmäßigkeit: Die Verlage fordern ein „Leistungsschutzrecht“ für ihre Produkte und Leistungen, damit sie zukünftig nicht von Wasser und Brot leben müssen. Ein Blick auf die Ständer in Indiens Fußgängerzonen dürfte sie dem geschäftlichen Selbstmord ein gutes Stück näher bringen: Copy is King! Hier liegen die aktuellen Bestseller in „Ist-schon-ganz-okay“-Kopierqualität zum Dumpingpreis. So kostet die aktuelle Biographie von Steve Jobs (Autor: Walter Isaacson) beispielsweise umgerechnet keine zwei Euro. Würde man als anständiger Bürger natürlich nie kaufen, auf keinen Fall …

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Eat – und Deine Welt dreht sich ganz von alleine…

19 Jan

Einfach und richtig gut: Ligurische Küche in Alassio

8 Jan

Bodenständige, ligurische Küche ohne viel Schnickschnack in einer Küstenstadt zum Normalpreis? Bitte hier entlang…

Das Restaurant:  Zweckmäßig, aber liebevoll eingerichtet. An den Wänden Fotos von anno dazumal, die Tische sind schlicht und die karierten Tischdecken unvermeidlich.

Das Essen: Hausgemacht  – und zwar in der eigenen Küche (und nicht von anderen anderswo). Die Pasta wird al dente serviert, die frittierten Fische sind so fettfrei wie es eben geht. Süßnasen und Schleckermäuler kommen hier auf ihre Kosten. Garantiert. Der Hauswein ist süffig und irgendwie im Preis enthalten…

Der Chef: Persönlich und verbindlich – immer da.

Fazit: Einfach gut.

Osteria dei Matetti
Viale Hanbury 132
17021 Alassio (Italien)
Tel. 0182-646680

Mit dem Landrover durch Asien – der Weg ist immer das Ziel…

4 Jan

Sie kennen Vincent Urban und Clemens Krüger nicht? Dann werden Sie jetzt zumindest ihre beeindruckenden Arbeiten kennenlernen. Die beiden sind 2010 mit einem Landrover und einer Canon 7D durch Asien gereist. Das haben viele andere auch gemacht. Doch die beiden haben ihre Tour in wundervollen Videos festgehalten. Hier die ersten vier bereits veröffentlichten von insgesamt fünf  geplanten Episoden – handwerklich imponierend und sehr emotional umgesetzt.

MALAYSIA

THAILAND

LAOS

KAMBODSCHA

Purer Genuss an Barcelonas ehrlichstem Tresen

1 Jan

So kann 2012 weitergehen: Ein Teller feinste Cecina und eine Copa de Cava (brut nature) an der  wahrscheinlich ehrlichsten Barra Barcelonas. Aber wenn Du die Einsamkeit suchst, bist Du hier allerdings garantiert falsch! Es ist wie immer: Entweder Du kennst den Laden oder Du kennst ihn nicht…

Ein Tipp: Sonntags ist Ruhetag und der Eingang verbirgt sich dann hinter einem beliebigen, geschlossenen Garagentor.

San Remos zweite Chance: „La Dolce Vita“ reloaded!

28 Dez

San Remo – das hört sich ziemlich nach „damals“ an. Nach Hollywood-Schaukeln, Capri-Sonne aus der Tüte, Spaghetti-Eisbechern und Übertragungen von waghalsigen Radrennen (Mailand-San Remo) in der schon damals angestaubten ZDF-Sportreportage am Sonntagnachmittag…

San Remo heute hat (wieder) chic und dort an der italienischen Riviera lässt es sich (noch immer) prima leben – mit dem nötigen Kleingeld wohlgemerkt. Aber es gibt sie auch hier noch, die kleinen Gasthäuser, die für überschaubare Preise ambitionierte, regionale Küche bieten. Und dazu einen frisch-fruchtigen Hauswein.

Das Ristorante „Nuovo Piccolo Mondo“ liegt in einer kleinen Seitenstraße der Altstadt und bezeichnet sich selbst als „Antica Trattoria“. An kleinen Gesten wird hier nicht gespart. Zum Brot reichen die Damen und Herren des Hauses edles Olivenöl (Foto oben). Ebenso eine Sünde wert: Geschmortes Kaninchen  mit Oliven und Pinienkernen (Foto unten).

„Nuovo Piccolo Mondo“
Via Piave 7,
18038 Sanremo (Italien)
Tel. 0184.509012 / Mobil: 335.6662111

„Vinerie“ mit Herz, in der sich Flaschen gerne köpfen lassen!

24 Dez

Es ist wie so oft im Leben: Es gibt Weinbars – und es gibt Weinbars. Bei den einen ist die Nase der Gäste ziemlich weit oben und sind die Gläser ein wenig knapp eingeschänkt aus Flaschen mit Etiketten, die man aus Hochglanz-Magazinen kennt. Und dann gibt es die anderen Bars: Der Chef ist hier sein ärgster Kritiker und was es bei ihm bis ins Glas geschafft hat, darf das getrost als Auszeichnung verstehen.

Die „Vinerie Pirona“ hat sich letzteres Prädikat verdient. Der wirklich arg strapazierte Spruch ist hier ein echtes Versprechen: Du kommst als Gast und gehst als Freund. Und  meist später als du am Anfang gedacht hattest…

Vinerie Pirona
Via dell‘ Annunziata 6c
34100 Triest  (Italien)